Glossar
Author Addendum
siehe Vertragsanhang
Creative Commons-Lizenzen
Creative Commons-Lizenzen sind MustervertrĂ€ge. Mit ihnen werden der Ăffentlichkeit Rechte zur Nutzung eines urheberrechtlich geschĂŒtzten Werkes ĂŒbertragen.
Siehe Verwendung von Creative Commons-Lizenzen.
Genuine Open Access-Zeitschriften
siehe Open Access-Zeitschriften
Unter “goldenem Weg” versteht man das Publizieren, das die jeweilige Publikation der Ăffentlichkeit direkt beim ersten Erscheinen gemÀà den Anforderungen des Open Access kostenfrei elektronisch zugĂ€nglich gemacht wird.
Als âgrĂŒnen Wegâ bezeichnet man das sekundĂ€re elektronische Publizieren von in der Regel nur kostenpflichtig zugĂ€nglichen PrimĂ€rpublikationen. Die sekundĂ€re Open Access-Publikation erfolgt parallel oder zeitversetzt zur Originalpublikation.
Besonders im anglo-amerikanischen Sprachraum wird als Synonym fĂŒr âgrĂŒner Wegâ auch der Begriff âself-archivingâ gebraucht.
Hybride Open Access-Zeitschriften
siehe Open Access-Zeitschriften
Manuskriptversionen
Im Publikationsprozess bei einem Verlag werden typischerweise drei Textstadien unterschieden:
- das eingereichte/akzeptierte Manuskript (pre-print, stage one)
- das nach der Begutachtung ĂŒberarbeitete Manuskript (post-print, stage two)
- die endgĂŒltige Verlagsversion im Layout der Zeitschrift (Verlags-PDF, publisher version, stage three)
Im Kontext von Publikationsprozessen bezeichnet der Begriff âMetadatenâ Informationen, die die Publikation und deren Inhalte identifizieren und beschreiben. Hierzu zĂ€hlen alle Angaben, die fĂŒr eine korrekte Zitierung notwendig sind. Weitere Metadaten können beispielsweise den Standort, das Format und den Inhalt betreffen. Umfassende und standardisierte Metadaten ermöglichen oder erleichtern das Verwalten von und Suchen nach Publikationen.
Im Bereich der Wissenschaft steht Open Access fĂŒr den unbeschrĂ€nkten und kostenlosen Zugang zu wissenschaftlicher Information im Internet. Eine genauere Definition von Open Access wird in der Berliner ErklĂ€rung ĂŒber den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen gegeben.
Die Nutzer sollten dabei berechtigt werden, die Veröffentlichung nicht nur zu lesen, sondern diese auch weiter zu verbreiten und zu verwenden, z.B. in der Lehre. SelbstverstĂ€ndlich mĂŒssen die die Urheber immer genannt werden.
Eine Veröffentlichung im Internet, die keine ausdrĂŒckliche RechteĂŒbertragung an die Nutzer im oben genannten Sinne einschlieĂt, genĂŒgt den Anforderungen des Open Access nicht.
Bedenken, dass Open Access gegen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis verstöĂt, sind unbegrĂŒndet, da hier dieselben Regelungen wie bei herkömmlichen Publikationen (Verbot von Plagiaten, missbrĂ€uchliche Bearbeitung etc.) gelten.
Zeitschriften, die alle oder einzelne der bei ihnen erscheinenden Artikel zum Zeitpunkt der Erstpublikation der Ăffentlichkeit direkt kostenfrei und gemÀà der Anforderungen des Open Access zugĂ€nglich machen, werden als Open Access-Zeitschriften bezeichnet.
Genuine Open Access-Zeitschriften
In genuinen Open Access-Zeitschriften sind alle Artikel der elektronischen Ausgabe frei zugĂ€nglich. Der Zugang zur Zeitschrift wird durch keine AbonnementgebĂŒhr eingeschrĂ€nkt.
Hybride Open Access Zeitschriften
In hybriden Open Access-Zeitschriften sind lediglich einzelne Artikel der elektronischen Ausgabe kostenfrei zugĂ€nglich. GrundsĂ€tzlich wird der Zugang zu den weiteren Artikeln der Zeitschrift durch AbonnementgebĂŒhren eingeschrĂ€nkt.
Zur dauerhaften eindeutigen Zuordnung von Metadaten, bibliographischen Daten und angehÀngten Dateien werden bei Repositorien persistente Identifikatoren eingesetzt.
Post-print
siehe Manuskriptversionen
Pre-print
siehe Manuskriptversionen
Einige Open Access-Zeitschriften verlangen PublikationsgebĂŒhren fĂŒr die direkte ZugĂ€nglichmachung der bei ihnen erscheinenden Artikel. Bei bestimmten Zeitschriften werden diese GebĂŒhren fĂŒr Angehörige der Max-Planck-Gesellschaft aus einem zentralen Etat der Max Planck Digital Library finanziert. Mehr Informationen hierzu finden Sie hier.
Im Kontext von Open Access bezeichnet der Begriff âRepositoriumâ Datenbanken, die Publikationen und Forschungsdaten langfristig und mit festem Link (persistent identifier) der Ăffentlichkeit kostenfrei elektronisch zugĂ€nglich machen.
Man unterscheidet institutionelle von thematisch orientierten Repositorien (institutional/subject repositories). Institutionelle Repositorien machen von Angehörigen der entsprechenden Organisationen geschaffene Werke zugĂ€nglich. Thematische Repositorien beziehen ihre Inhalte von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die zum im jeweiligen Repositorium abgedeckten Themenfeld arbeiten. Sie sind Foren bestimmter wissenschaftlicher Disziplinen. Ăber das Directory of Open Access Repositories können Repositorien gesucht werden. Die Max-Planck-Gesellschaft betreibt derzeit zwei zentrale institutionelle Repositorien: eDoc und PubMan.
Self-Archiving
siehe GrĂŒner Weg
Verlagsversion
siehe Manuskriptversionen
Autoren können sich zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses auch ohne detaillierte PrĂŒfung von PublikationsvertrĂ€gen (copyright transfer agreements) einfache Nutzungsrechte an ihren Veröffentlichungen sichern. Hiezu bietet sich die Nutzung eines Vertragsanhanges (author addendum) an. Im Internet sind eine Reihe solcher AnhĂ€nge frei verfĂŒgbar. Eine Liste mit Verweisen auf einige dieser AnhĂ€nge finden Sie hier. FĂŒr Max-Planck-Autoren stehen im Intranet weitere Unterlagen zu VerfĂŒgung.
Viele wissenschaftliche Fachzeitschriften weisen seit den 70er Jahren stark ĂŒber der Inflationsrate liegende Preissteigerungen auf. Diese Preissteigerungen haben zu umfangreichen Abbestellungen von Zeitschriftenabonnements und zu starken KĂŒrzungen des Etats fĂŒr Buchanschaffungen gefĂŒhrt. In vielen wissenschaftlichen Einrichtungen ist deshalb ein nicht geringer Teil der aktuellen wissenschaftlichen Information nicht zugĂ€nglich.
