FAQ
Definition zu Open Access
Warum unterstützt die Max-Planck-Gesellschaft Open Access?
Wen kann ich in der MPG wegen Open Access kontaktieren?
Hat die MPG ein zentrales Open Access-Repositorium?
Werden an den Max-Planck-Instituten Open Access-Zeitschriften herausgegeben?
In welchen Fällen übernimmt die Max-Planck-Gesellschaft erhobene Open Access-Publikationsgebühren?
Was sind Open Access-Repositorien?
Wie finde ich Open Access-Repositorien?
Warum sollte ich zusätzlich zu meiner Homepage etc. die Volltexte in das zentrale Repositorium einstellen?
Was ist eine Open Access-Zeitschrift?
Wo finde ich eine Übersicht zu Open Access-Zeitschriften?
Welche Vorteile hat die Publikation in einer Open Access-Zeitschrift?
Wie publiziere ich in einer Open Access-Zeitschrift?
Wie gehe ich vor, wenn die Publikation von mehreren Autoren erstellt wurde?
Wo erhalte ich Informationen zu Open Access, die mein Forschungsfeld betreffen?
Wie verhalten sich Open Access und wissenschaftliche Publikationsfreiheit zueinander?
Wird durch Open Access die Möglichkeit, Plagiate zu erstellen, erleichtert?
Open Access-Literatur ist im Internet kostenfrei für alle Leser zugänglich und erlaubt die Weiterverbreitung und -verwendung für Wissenschaft, Bildung und verwandte Bereiche. Open Access bezieht sich auf begutachtete (peer-review) wissenschaftliche Publikationen und ihre Manuskriptversionen (preprint/postprint).
Warum unterstützt die Max-Planck-Gesellschaft Open Access?
Die Max-Planck-Gesellschaft sieht sich verpflichtet, die im Rahmen ihrer Grundlagenforschung gefundenen Erkenntnisse der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Deshalb fordert sie in ihren internen ”Regeln für die gute wissenschaftliche Praxis” alle wissenschaftlich aktiven Mitarbeitern auf, das Prinzip der Öffentlichkeit umzusetzen. Darüber hinaus hat sie mit der Initiierung der Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen von 2003 öffentlich ihre dauerhafte Unterstützung von Open Access manifestiert.
Wen kann ich in der MPG wegen Open Access kontaktieren?
Für allgemeine Informationen kontaktieren Sie bitte ihre lokale Bibliothek.
Ansprechpartner an einzelnen Max-Planck-Instituten finden Sie hier.
Bei Fragen zur Open Access Policy der MPG, bei Open Access-Lizenzen und -Infrastruktur kontaktieren Sie bitte die entsprechende Stelle:
Open Access Policy: open-access@mpdl.mpg.de
Repository (eDoc): edoc-support@mpdl.mpg.de
Repository (PubMan): pubman-support@mpdl.mpg.de
Lizenzteam: lic.contact@mpdl.mpg.de
Hat die MPG ein zentrales Open Access-Repositorium?
Die Max-Planck-Gesellschaft betreibt derzeit zwei zentrale institutionelle Repositorien: eDoc und PubMan, über welche die Forschungsergebnisse der Max-Planck-Wissenschaftler abgelegt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Mittelfristig wird nur noch das neu entwickelte Repositorium PubMan weiter betrieben werden (siehe auch MPG Repositorien). Über PubMan werden auch alle Inhalte verfügbar sein, die derzeit noch in eDoc liegen. Detaillierte Informationen zu den beiden Repositorien werden auf deren Website gegeben.
http://edoc.mpg.de/
http://pubman.mpdl.mpg.de
Werden an den Max-Planck-Instituten Open Access-Zeitschriften herausgegeben?
Am Albert-Einstein-Institut wird bereits seit 1998 die Open Access-Zeitschrift Living Reviews in Relativity herausgegeben. Das erfolgreiche Konzept wurde seither konsequent auf andere Forschungsbereiche ausgeweitet, so dass die Living Reviews-Zeitschriftenfamilie mittlerweile mehrere renommierte Zeitschriften umfasst (www.livingreviews.org).
Das Max-Planck-Institut für Demografische Forschung gibt eine Open Access-Zeitschrift im Bereich der Bevölkerungswissenschaften mit dem Titel Demographic Research heraus.
Gemeinsam mit dem Howard Houghes Medical Institute und dem Wellcome Trust beteiligt sich die Max-Planck-Gesellschaft an der innovativen Open Access-Zeitschrift eLife.
Des Weiteren sind etliche Max-Planck-Wissenschaftler Herausgeber von Open Access-Zeitschriften.
Die Max-Planck-Gesellschaft hat eine Reihe von Verträgen mit Open Access-Verlagen geschlossen, aufgrund derer die Publikationsgebühren aus zentralem Mitteln bezahlt werden, ohne dass die einzelnen Institutsbudgets belastet werden.
Für detailliertere Informationen sehen Sie bitte die aktuelle Liste der zentralen Verträge ein:
www.mpdl.mpg.de/services/scip_content_oacontracts_de.htm
Darüber hinaus werden für weitere Open Access-Zeitschriften oder -Verlage, die nicht über die zentralen Verträge abgedeckt sind, die Gebühren auch von einzelnen Max-Planck-Instituten übernommen. Bitte kontaktieren Sie hierfür Ihre lokale Bibliothek oder Ihren Publikationsbeauftragten.
Was sind Open Access-Repositorien?
Im Kontext von Open Access bezeichnet der Begriff “Repositorium” Datenbanken, die Publikationen und Forschungsdaten langfristig und mit festem Link (persistent identifier) der Öffentlichkeit kostenfrei elektronisch zugänglich machen.
Siehe auch Glossarseintrag “Repositorien“
Wie finde ich Open Access-Repositorien?
Über das Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) können fachliche und institutionelle Repositorien gesucht werden: www.opendoar.org/find.php
Mit ihren zentralen Repositorien ermöglicht die Max-Planck-Gesellschaft ihren Mitarbeitern, ihre Publikationsdaten nachhaltig zu speichern, zu verwalten und mit ergänzenden Materialien anzureichern sowie für andere Webdienste zur Verfügung zu stellen. Siehe auch MPG Repositorien.
Was ist eine Open Access-Zeitschrift?
Zeitschriften, die alle oder einzelne der bei ihnen erscheinenden Artikel zum Zeitpunkt der Erstpublikation der Öffentlichkeit direkt kostenfrei und gemäß der Anforderungen des Open Access zugänglich machen, werden als Open Access-Zeitschriften bezeichnet.
Für weitere Details siehe Glossareintrag „Open Access-Zeitschriften“.
Wo finde ich eine Übersicht zu Open Access-Zeitschriften?
Im Directory of Open Access Journals (DOAJ) können entsprechende Zeitschriften gesucht werden. Die Datenbank verzeichnet sowohl genuine als auch hybride Open Access-Zeitschriften.
Bitte beachten Sie Sie: Hybride Open Access-Zeitschriften werden nur nachgewiesen, wenn die Suche über diesen Link genutzt wird.
Welche Vorteile hat die Publikation in einer Open Access-Zeitschrift?
Vom Publizieren in Open Access-Zeitschriften profitieren Autoren und Leser. Für Autoren ist von besonderem Interesse, dass
- ihr Artikel schnell veröffentlicht wird,
- die Sichtbarkeit ihres Werkes nicht durch Bezahlbarrieren beeinträchtigt wird und
- Sie Nutzungsrechte an ihrem Werk behalten, die bei der Veröffentlichung in Toll Access-Zeitschriften oft im Rahmen der Artikeleinreichung vollständig an den Verlag übertragen werden.
Den Lesern nutzt der kostenfreie Zugang und die Lizenzierung, die die Möglichkeiten zur weiteren Verwendung des Artikels erweitert.
Die Urheberpersönlichkeitsrechte, wie bspw. bei einer Zitation die Pflicht zur Nennung der Quelle, werden durch Open Access-Lizenzen nicht eingeschränkt.
Wie publiziere ich in einer Open Access-Zeitschrift?
Der Publikationsprozess und hier vor allem die Qualitätssicherung werden durch die am Ende stehende freie Zugänglichkeit nicht verändert. Der praktische Ablauf der Artikeleinreichung und Begutachtung unterscheiden sich nicht von Toll Access-Zeitschriften. Wie eine Reihe von Toll Access-Zeitschriften erheben auch einige Open Access-Zeitschriften Publikationsgebühren. Für Autoren, die Angehörige der Max-Planck-Gesellschaft sind, werden für eine Reihe von Zeitschriften die Publikationsgebühren von der Max Planck Digital Library übernommen. Eine Übersicht über die Zeitschriften, bei welchen aktuell die Regelung greift, finden Sie hier.
Wie gehe ich vor, wenn die Publikation von mehreren Autoren erstellt wurde?
Die Entscheidung für das Publizieren in einer Open Access-Zeitschrift beinhaltet diesbezüglich keine Auswirkungen. Die Einreichung beim Verlag erfolgt über die oder den bevollmächtigte/n korrepondierende/n Autor/in.
Wo erhalte ich Informationen zu Open Access, die mein Forschungsfeld betreffen?
Fachspezifische Informationen zum Thema Open Access sind über die Internetplattform Open Access erhältlich. Dort befindet sich auf der linken Seite das Auswahlfeld für fächerspezifische Informationen.
Wie verhalten sich Open Access und wissenschaftliche Publikationsfreiheit zueinander?
Der Open Access-Gedanke ist der Wissenschaftsfreiheit verpflichtet. Er schränkt die Publikationsfreiheit nicht ein.
Weltweit verlangt eine steigende Zahl wissenschaftlicher Organisationen von ihren Angehörigen oder Empfängern von Fördermitteln ein Open Access kompatibles Publizieren.
Eine Übersicht dieser Bestimmungen gibt die Datenbank ROARMAP.
Aus den Mandaten resultiert jedoch keine Blockaden bestimmter Veröffentlichungswege, weil a) eine Veröffentlichung über den verbreitet zulässigen grünen Weg, den Mandaten Genüge tut und b) Öffnungsklauseln für Ausnahme eingearbeitet sind. Alle von deutschen Wissenschaftsorganisationen beschlossenen “Mandate” haben lediglich appellativen Charakter.
Wird durch Open Access die Möglichkeit, Plagiate zu erstellen, erleichtert?
Nein, da die im Rahmen von Open Access angestrebte Zugänglichkeit den urheberrechtlichen Schutz nicht aufweicht. Eher wird das Plagiieren erschwert, weil die Suche nach und damit der Vergleich mit den Originalen erleichtert wird.
Weitere FAQ finden Sie auch bei der Informationplattform Open Access unter:
http://open-access.net/de/allgemeines/faq/
